Atypisches hämolytisch urämisches Syndrom

Diagnose atypisches hämolytisch urämisches Syndrom (aHUS)

Wenn Blutgerinnsel im Körper entstehen, ist ein zeitnaher Gang zum Arzt unvermeidlich. Vor allem, wenn diese Blutgerinnsel die Haargefäße (Kapillaren) verstopfen, ist eine frühzeitige Diagnose wichtig, da die Durchblutung lebenswichtiger Organe gestört wird und lebenslang beeinträchtigt werden kann. Dies ist bei der sehr seltenen Erkrankung aHUS (atypisches hämolytisch urämisches Syndrom) der Fall. Hierbei handelt es sich um eine Regulationsstörung innerhalb des Komplementsystems (ein Teil des Immunsystems). Diese wird durch eine genetisch bedingte und/oder durch Faktor H Antikörper hervorgerufene Regulationsstörung ausgelöst. Sowohl Kinder als auch Jugendliche und Erwachsene können an aHUS erkranken.

Zu Beginn äußern sich dieselben Symptome wie bei dem ‚typischen‘ (durch Shiga-Toxin ausgelösten) HUS: Zerstörungen der roten Blutkörperchen und der Blutblättchen sowie akutes Nierenversagen. Das atypische HUS (aHUS) führt bei der Hälfte der Erkrankten in kurzer Zeit zu einem kompletten Nierenversagen und macht sie abhängig von einer Dialyse. Um dies zu verhindern, ist eine frühzeitige Diagnose, und damit verbundene Therapie, sehr wichtig.